Mitarbeiter motivieren – die richtigen Bedürfnisse ansprechen!

Mitarbeiter motivieren - die richtigen Bedürfnisse ansprechen!

Mitarbeiter motivieren – indem Sie die richtigen Bedürfnisse ansprechen! 

Sie wissen, dass Mitarbeiter motivieren zu Ihren Aufgaben als Vorgesetzte gehört. Doch Ihnen fehlen manchmal die Ideen für die Umsetzung?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können. Doch eine “falsche”, obwohl gut gemeinte, Motivation geht auch schon mal nach hinten los.  Lassen Sie zukünftig die acht häufigsten Motivatoren im Arbeitsleben nicht außer Acht und Sie gewinnen ein Team, mit dem die Zusammenarbeit allen Beteiligten Spaß macht!

Wozu sollen Sie Mitarbeiter motivieren? 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können. Doch eine “falsche”, obwohl gut gemeinte, Motivation geht auch schon mal nach hinten los. Häufig gehen Vorgesetzte von Ihren eigenen Motivatoren aus und setzen voraus, dass auch alle anderen im Team positiv darauf anspringen. Da wird ein gemeinsames Abendessen geplant oder Geld in die Hand genommen, um gemeinsame Teamentwicklung-Workshops zu gestalten. Das Resultat? Von 10 Mitarbeitern tragen sich 3 für das gemeinsam Abendessen ein und vor dem Team-Workshop wird gemeckert, was das Zeug hält. Das frustriert! Und langsam hebt Ihr inneres Trotzköpfchen die Stimme: “Dann mache ich halt gar nichts mehr!” Lassen Sie zukünftig die acht häufigsten Motivatoren im Arbeitsleben nicht außer Acht und Sie gewinnen ein Team mit dem:

  • Sie engagiert zusammenarbeiten
  • die Zusammenarbeit allen Beteiligten Spaß macht
  • Sie bestmögliche Ergebnisse für und mit Ihrem Team erreichen
  • Sie ein angenehmes Betriebsklima schaffen

Was ist Motivation und was tun wenn sie fehlt? 

Motivation ist ein Antriebsgrund etwas zu tun. Die Frage nach der Motivation ist die Frage nach dem Warum des Verhaltens, das Warum hinter jeder Aufgabe im Arbeitsalltag. Unterschieden wird zwischen extrinsischer (von außen kommender) und intrinsischer (von innen kommender) Motivation. Das, was Sie als Vorgesetzte Ihren Mitarbeitern geben können, ist extrinsische Motivation, die Aufmunterung von außen. Ob diese positiv aufgenommen wird, hängt von Ihrem Mitarbeiter (von der intrinsischen Motivation) ab. Falls bei einem Ihrer Mitarbeiter so gar keine Motivation für irgendetwas vorhanden ist, werden Sie es kaum schaffen, ihn mit extrinsischer Motivation für etwas zu begeistern. In diesem Fall sollten Sie tatsächlich abklären, ob Ihr Mitarbeiter noch an der richtigen Stelle ist…

Wie können Sie Ihre Mitarbeiter motivieren wenn eine Basis – Motivation vorhanden ist? 

Die Motivation mit der Gießkanne ausgeschüttet (für jeden den gleichen Antriebsgrund), bringt Ihnen und Ihrem Team gar nichts. Viel hilft nicht immer viel. Besser ist es, den Motivator für jeden Mitarbeiter herauszufinden. Dann können Sie individuell nach dem Antriebsgrund motivieren. Das Risiko, bei einer gut gemeinten Motivation genau am Ziel vorbeizumotivieren ist hoch, wenn Sie den Motivator des Mitarbeiters nicht kennen.

2 Beispiele: 

Mal angenommen, Ihnen liegt ein angenehmes Betriebsklima sehr am Herzen. Deshalb machen Sie sich Gedanken, zaubern ein kleines Abendprogramm mit gemeinsamen Essen und etwas Unterhaltung aus dem Hut, hängen die Anmeldeliste dafür aus und von 10 Mitarbeitern melden sich 3 dafür an. Das frustriert, oder? Machen Sie sich nichts daraus – Ihr Team meint es nicht böse! Vielleicht haben fünf Ihrer Mitarbeiter „Sicherheit“ als wichtigsten Motivator und die anderen zwei „Leistung“. Dann ist ihnen das Betriebsklima nicht so wichtig wie Ihnen.

Mal angenommen, Sie haben einen Mitarbeiter mit einem hohen Motivator “Sicherheit”. Sie halten viel von ihm, er macht einen großartigen Job, ist zuverlässig und konstant. Sie wollen dem Mitarbeiter etwas Gutes tun und zur Belohnung geben Sie ihm ein eigenes Projekt, in dem er eigene Wege zu einem definierten Ziel entwickeln soll. Sie erwarten sich innovative neue Wege – doch das kann nach hinten losgehen. In der Aufgabenstellung fehlt Ihrem Mitarbeiter der sichere Weg zum Ziel und er fühlt sich unwohl bzw. tut sich sehr schwer. Aus Unsicherheit heraus mag sich Ihr Mitarbeiter nicht mit neuen, unentdeckten Wegen beschäftigen. Das entspricht nicht seinem Sicherheitsdenken. So kann die gut-gemeinte Belohnung nach hinten los gehen. Sie sind unzufrieden und ihr Mitarbeiter auch.

Lassen Sie sich nicht frustrieren, sondern überlegen Sie sich, welche Motivatoren Ihre Mitarbeiter antreiben. Suchen Sie danach die Motivationsevents / Motivationsaufgaben aus.

Um welche Motivatoren geht es hier überhaupt? 

Die Motivatoren, mit denen Sie sich hier beschäftigen beschreibt Susanne Koczkas in ihrem „Betriebspsychologischen Taschenbuch“. Acht Motivatoren die Mitarbeiter an Ihren Arbeitsplatz treiben. Sicher wirken in jedem mehrere Motivatoren, doch auf die Rangfolge kommt es an. Zur Motivation sind die ersten drei die wichtigsten. Wenn Sie die zukünftig bei Ihrem Mitarbeiter “füttern”, wird es großartig.

8 Motivatoren, die Ihre Mitarbeiter motivieren: 

  • Vorwärtskommen
  • Selbständigkeit
  • angenehmes Betriebsklima
  • Verantwortung
  • Leistung
  • Status
  • Sicherheit
  • höhere Bezahlung

Wie gehen Sie jetzt vor? 

  • Beobachten Sie Ihre einzelnen Mitarbeiter
  • Schauen Sie, welche Bedürfnisse jeder Mitarbeiter hat
  • Finden Sie die zwei bis drei stärksten Motivatoren für jeden Mitarbeiter heraus.
  • Übrigens, das Erfragen der Motivatoren in einem Gespräch mit dem Mitarbeiter hat auch schon so mancher Chefin weitergeholfen 😉
Nachdem Sie eine Idee haben, welcher Motivator bei jedem Mitarbeiter auf dem ersten Rang liegt, können Sie individuell jeden Mitarbeiter motivieren. 

Motivator “Vorwärtskommen” 

Ist ein Mitarbeiter durch das Vorwärtskommen zu motivieren, geben Sie ihm Sonderprojekte und Sonderaufgaben. Das fördert und fordert und hält ihn zur Weiterbildung an. Behalten Sie im Auge inwieweit es für ihn aufsteigende / andere Positionen in Ihrem Unternehmen gibt. Kann Ihr Arbeitgeber hier nichts bieten, werden Sie den Mitarbeiter über kurz oder lang verlieren.

Motivator “Selbständigkeit” 

Mitarbeitern, deren Motivation über das selbstständige Arbeiten kommt, sollten Sie nicht allzu oft in Abläufe reinreden. Lassen Sie die Zügel lockerer in der Umsetzung von Aufgaben, behalten Sie jedoch immer das Timing und Ziel im Auge. Delegieren Sie Aufgaben mit der dazugehörigen Verantwortung an Ihren Mitarbeiter und üben Sie sich selbst im Loslassen von Aufgaben. Zu viele Reglements, Vorgaben, Strukturen und Routinen demotivieren diesen Mitarbeiter.

Motivator “angenehmes Betriebsklima” 

Mitarbeiter, denen ein angenehmes Betriebsklima wichtig ist, sind gute Team-Player und achten aufeinander. Wenn es um das Einspringen für andere geht, stehen Sie meistens „Gewehr bei Fuß“. Allerdings werden sie unglücklich, wenn das Betriebsklima unterkühlt ist und können darüber hinaus auch schlecht “Nein” sagen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht immer diese Mitarbeiter fürs Einspringen und Erledigen der ungeliebten Aufgaben einsetzen. Motivieren können Sie hier mit kleinen Überraschungen und emotionalen Aufmerksamkeiten.

Motivator “Verantwortung” 

Verantwortungsvolle Mitarbeiter wünschen wir uns alle! Diese denken mit und haben gute Verbesserungsvorschläge. Sie eignen sich gut als Pate zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter. An Mitarbeiter, deren Hauptmotivator die Verantwortung ist, können Sie gerne feste Aufgaben delegieren, inklusive der kompletten Verantwortungsübertragung. Eine Stichprobenartige Kontrolle reicht hier aus und gibt Ihnen einen Grund für ein positives Feedback, was wiederum Ihren Mitarbeiter motiviert.

Motivator “Leistung” 

Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, wenn sie Leistung erbracht haben, sollten Sie mit vielen Zielen versorgen. Es können gerne kleinere Ziele sein, Hauptsache gut erreichbar und eng hintereinander. So haben diese Mitarbeiter jeden Tag Erfolgserlebnisse in ihrer Leistung und somit eine gute Motivation.

Motivator “Status” 

Wenn Ihr Mitarbeiter als Hauptmotivator „Status“ hat, überlegen Sie, ob Sie eine Spezialfunktion innerhalb des Teams schaffen können. Achten Sie darauf, dass es arbeitsmäßig nicht so ausgeht, dass der- oder diejenige den Titel Ihrer Stellvertretung haben möchte. Es sollte ein fachspezifisches Thema sein, dass bei diesem Mitarbeiter gebündelt wird. Wichtig ist die öffentliche Bekanntgabe der neuen Aufgabe – so bestätigen Sie den neuen Status.

Motivator “Sicherheit” 

Sicherheit ist ein sehr häufiger Motivator. Bei diesen Mitarbeitern ist es wichtig, ein gutes Informationsmanagement zu haben. Auch bei Einführung von Neuerungen sollten Sie gut durchdacht vorgehen und diesen Mitarbeitern neue Aufgaben Schritt für Schritt erklären. So haben sie immer die Sicherheit, auch Neues richtigzumachen. Das verlangt von Ihnen Geduld und Detailliertheit – doch es lohnt sich!

Motivator “höhere Bezahlung” 

Mitarbeiter, die ausschließlich durch höhere Bezahlung zu motivieren sind, haben es schwer in der Arbeitswelt. Die höhere Bezahlung ist eine sehr kurzlebige extrinsische Motivation. Erinnern Sie sich an Ihre letzte Gehaltserhöhung? Wie lange hatten Sie Spaß daran? Über die erste Lohnabrechnung freut man sich wie eine Schneekönigin – im zweiten Monat schaut man, ob es dabeigeblieben ist und beim dritten Lohnzettel ist es schon “normal”, oder? Das bedeutet, ein Mitarbeiter, der ausschließlich über höhere Bezahlung zu motivieren ist, müsste alle drei Monate eine Lohnerhöhung erhalten – wie realistisch ist das? Konzentrieren Sie sich auf den zweitplatzierten Motivator. Mit dem können Sie hier mehr bewegen.

Und jetzt auf! 

Nehmen Sie sich Zeit die Motivatoren Ihrer Mitarbeiter zu erkennen – denn so können Sie am besten Ihre Mitarbeiter motivieren und erreichen ein engagiertes Team mit Spaß an der Arbeit.

p.s. vergessen Sie nicht, Ihre eigenen ranghöchsten Motivatoren zu erkennen und zu “füttern”. Denn nur wer selbst motiviert ist, kann andere motivieren! Es gibt eine  kleine Abfrage um die Rangfolge seiner eigenen Motivatoren rauszufinden. Mailen Sie mich gerne an und ich sende Ihnen einen Downloadlink für den Test. 

Mehr zur Selbstmotivation gibt es hier:

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4 Comments

    Duvar Kaplama

    Es ist wirklich sehr schwierig einen geregelten Chef / Mitarbeiter Verhältnis aufzubauen. Der Artikel ist ziemlich toll geschrieben und ich stimme zu das auf der Arbeit motiviertes arbeiten zu besseren Ergebnissen führt.

    Lg Duvar

      Anette K-K

      Vielen Dank für Ihre Bestätigung, dass motivierte Mitarbeiter bessere Ergebnisse führt.
      Das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Chef ist halt nicht automatisch immer gut und ausgeglichen, sondern es braucht etwas Kraft und vor allem Kontinuität.
      Dann wird es funktionieren.
      Viele Grüße
      Anette K-K

    28 Tage Content 2020 - Und Valentinstag ist auch noch! | Anna Koschinski

    […] Trainerin und Coach Anette Kirsch-Krumhaar gibt Tipps, wie Chefs Mitarbeiter besser motivieren können. […]

      Anette K-K

      Vielen Dank, Anna!

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