Teamführung – So erkennen Sie Teamtypen

Teamführung so erkennen Sie Teamtypen

Teamführung – So erkennen Sie Teamtypen

Wenn Sie ein Mitarbeiterteam neu übernehmen, haben Sie noch keinen Einfluss auf die Zusammensetzung der Gruppe. Doch wie finden Sie heraus, was Ihr Team ausmacht? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Eigenheiten Ihrer Mitarbeiter, indem Sie ein kleines Spiel ausprobieren. Es sollte nicht länger als 10 – 15 Minuten dauern und kann als Baustein in einem Teammeeting gemacht werden.

Teamtypen erkennen beim „Stühle kippen“: 

Gehen Sie mit Ihrem Team in einen freien Raum. Jedes Teammitglied nimmt einen vierbeinigen Stuhl mit. Lassen Sie die Stühle in einem Kreis aufstellen, die Sitzflächen zeigen zur Kreismitte. Außerhalb des Stuhlkreises sollte mindestens noch ein Meter Abstand zu Wand, Fenster oder Türen sein.

Jeder Mitarbeiter stellt sich hinter seinen Stuhl. Dann nimmt sich jedes Teammitglied seinen Stuhl mit der rechten Hand und kippt ihn etwas nach hinten auf sich zu, sodass er nur noch auf den hinteren zwei Beinen steht. Die linke Hand wird auf den Rücken gelegt.

Jetzt geben Sie die Spielanweisung vor:

Aufgabenstellung ist es, den Stuhlkreis einmal zu umrunden, ohne dass ein Stuhl auf seine vier Füße fällt.

Dazu lassen alle Mitarbeiter ihren jeweiligen Stuhl los und ergreifen schnell die Lehne des nächsten Stuhls. Dabei darf nur eine Hand benutzt werden und der Stuhl auch nicht mit der Hüfte oder dem Oberschenkel abgestützt werden. Geben Sie das Start Kommando und schauen Sie was passiert. Sobald ein Stuhl auf alle vier Füße fällt, geht es zurück in die Ausgangsposition. Dann geben Sie erneut das Startzeichen und überlassen es dann dem Team, die Stuhlrunde zu umkreisen.

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Wie verläuft das Spiel?

In den ersten Versuchen wird es meistens drunter und drüber gehen. Solange, bis einer auf die Idee kommt, mit Kommandos zu arbeiten, wenn der Stuhl gewechselt wird. Sobald jemand das Kommando übernimmt, wird es besser werden. Doch häufig wird jetzt auf Tempo gespielt und die nächsten Versuche misslingen auch. Dabei gibt es keine feste Zeitvorgabe für diese Übung. Es wird ein Weilchen dauern, bis sich die Spieler auf ein Tempo eingestellt haben und das Kommando dann gegeben wird, wenn jeder bereit ist, zum nächsten Stuhl zu wechseln.

Vergessen Sie nicht, die erfolgreiche Stuhl-Runden-Umkreisung mit Ihrem Team zu feiern! 

Was hat das jetzt mit Teamtypen zu tun?

Für Sie als Vorgesetzte können folgende Fragen für die Betrachtung Ihres Teams in diesem Spiel interessant sein:

  1. Wer übernimmt das Kommando?
  2. Wer bringt gute Ideen für Lösungen ein?
  3. Wer findet das Theater einfach nur doof?
  4. Wer hat Spaß und Freude am Spiel?

Was können Sie von Ihren Beobachtungen vorsichtig ableiten? 

1. Mitarbeiter übernehmen das Kommando 

Die Mitarbeiter, die das Kommando übernehmen, übernehmen auch im Arbeitsalltag gerne Verantwortung. Sie haben verstanden, dass es immer einen geben sollte, der „den Hut auf hat“, damit alle in Richtung Ziel laufen. Wenn die Mitarbeitergruppe sich eine Person ausgesucht hat, um dieser das Kommando zu übergeben, dann vertrauen die anderen dieser Person.

2. Mitarbeiter bringen Lösungen ein 

Diese Mitarbeiter denken lösungsorientiert und sind bestrebt, Ziele schnell und effizient zu erreichen. Geben Sie diesen Mitarbeitern öfter mal Ziele vor und lassen Sie die Lösungen und Wege zum Ziel von diesen Mitarbeitern entwickeln. So erhalten Sie neue Sichtweisen und vielleicht auch innovative, neue Ideen für Ihren Team-Alltag.

3. Mitarbeiter finden das ganze Theater doof 

Entweder fühlen sich diese Mitarbeiter in Teamaktivitäten nicht wohl und machen lieber ihr eigenes Ding. Oder sie sind unsicher und haben ihren Platz im Team noch nicht gefunden. Im ersten Fall respektieren Sie die Wünsche des Mitarbeiters und versuchen Sie nicht zwanghaft einen Teamplayer aus diesem Mitarbeiter zu machen. Achten Sie darauf, dass Sie ihn bei Team-relevanten Themen nicht vergessen. Hat der Mitarbeiter seinen Platz im Team noch nicht gefunden, dann geben Sie ihm Unterstützung. Fragen Sie ihn nach seinen Wünschen oder Ideen. Falls er/sie noch nicht so lange im Team ist, bilden Sie eine Patenschaft mit einem anderen Mitarbeiter.

4. Mitarbeiter haben Spaß am Spiel 

Dann haben diese Mitarbeiter Freude an zwischenmenschlichen Belangen und sind häufig teamorientierte Typen. Achten Sie darauf, dass die Teamorientierung nicht zu stark wird und sich diese Mitarbeiter im Arbeitsalltag abgrenzen können und auch mal NEIN sagen. Bringen Sie diesen Mitarbeitern Emotionalität entgegen und geben Sie Raum, damit die Mitarbeiter Emotionalität auch mal ausleben können. Es sind begeisterungsfähige Mitarbeiter, die andere gerne mitziehen. Sowohl positiv als auch negativ.

Auf diese Art lernen Sie Ihr Team besser kennen und können sich zukünftig anders auf Ihre Teamtypen einstellen.
p.s. Sie fühlen sich nicht wohl als Spielleiter? Dann rufen Sie mich an, ich unterstütze Sie gerne!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg! 

Sie haben Fragen oder Anregungen? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar unter dem Beitrag oder schreiben Sie mir: hallo@kirsch-komm.de.

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